Charoit

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𝐏𝐞𝐫𝐢𝐝𝐨𝐭 – Schmuck- und Kulturstein: vom ägyptischen Zabargad bis zu Pallasit-Meteoriten geschätzt; verwendet in Schmuck (Facetten, Cabochons, Perlen) sowie in Spirit/Meditation; Olivin technisch als Gesteinskörnung/Schmelzzusatz (kein Edelstein).

𝐄𝐢𝐧𝐨𝐫𝐝𝐧𝐮𝐧𝐠 & 𝐂𝐡𝐞𝐦𝐢𝐞: Olivin-Gruppe; feste Lösung zwischen Forsterit Mg₂SiO₄ (Mg-reich) und Fayalit Fe₂SiO₄ (Fe-reich); „Peridot“ = Schmuckqualität forsteritreichen Olivins.

𝐁𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐅𝐮𝐧𝐝𝐨𝐫𝐭𝐞: Ägypten (Zabargad/Sankt-Johannes-Insel), Myanmar (Mogok), Pakistan (Kohistan/Suppatt; Gilgit-Baltistan), China (Hebei), USA (Arizona – San Carlos/Peridot Mesa; Hawaii – Basalte), Tansania, Madagaskar, Sri Lanka (sekundär), Vietnam (Yên Bái – klein), Brasilien (Bahia), Norwegen (Olivinvorkommen; Schmuckqualität selten); Meteorit-Peridot aus Pallasiten (Imilac/Chile, Brenham/USA-Kansas, Seymchan/Russland).

𝐎𝐛𝐞𝐫𝐛𝐞𝐠𝐫𝐢𝐟𝐟/𝐒𝐞𝐫𝐢𝐞: Olivin-Gruppe → Forsterit–Fayalit-Serie; Varietäten/Handel: „Meteorit-Peridot“ (Pallasit-Olivin); historische Namen: Chrysolith, „Abendsmaragd“ (irreführend).

𝐒𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐯𝐚𝐫𝐢𝐚𝐧𝐭𝐞𝐧: 𝐃𝐞𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡: Peridot, Chrysolith, Schmuck-Olivin. 𝐋𝐚𝐭𝐞𝐢𝐧: peridotus, chrysolithus. 𝐄𝐧𝐠𝐥𝐢𝐬𝐜𝐡: peridot, chrysolite, gem olivine. 𝐅𝐫𝐚𝐧𝐳ö𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡: péridot, chrysolithe. 𝐒𝐩𝐚𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡: peridoto, crisólita, olivino. 𝐅𝐢𝐧𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡: peridootti, oliviini. 𝐍𝐨𝐫𝐰𝐞𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡: peridot, olivin. 𝐍𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫𝐥ä𝐧𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡: peridoot, chrysoliet, olivijn. 𝐑𝐮𝐬𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡: перидот, хризолит, оливин. 𝐂𝐡𝐢𝐧𝐞𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡: 橄榄石. 𝐉𝐚𝐩𝐚𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡: ペリドット, カンラン石. 𝐓𝐡𝐚𝐢𝐥ä𝐧𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡: เพริดอท, โอลิวีน. 𝐊𝐨𝐫𝐞𝐚𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡: 페리도트, 감람석. 𝐇𝐢𝐧𝐝𝐢: पेरिडॉट, ओलिवीन, क्रिसोलाइट. 𝐒𝐚𝐧𝐬𝐤𝐫𝐢𝐭: (kein historischer Begriff bekannt). 𝐕𝐢𝐞𝐭𝐧𝐚𝐦𝐞𝐬𝐢𝐜𝐡: peridot, olivin.

das violette Auge der Transformation, Träger von tiefem Wandel, spiritueller Klarheit und seelischer Reinigung

🕯️  Historisch-magische Bedeutung

Charoit ist ein Edelstein neuen Bewusstseins. Seinen Namen erhielt er von genau diesem Fundort – doch sein energetisches Wesen weist weit über seine geographische Herkunft hinaus.

In spirituellen Kreisen gilt Charoit als „Stein der Transformation durch Liebe“ – nicht romantische Liebe, sondern universelles Mitgefühl. In Russland wird er als Symbol einer neuen Ära verehrt, einer Zeit, in der Mensch und Kosmos wieder miteinander in Einklang treten sollen. Seine schimmernde, lavendelfarbene Oberfläche wird als „Pfad durch das Licht“ bezeichnet – eine Metapher für den Weg durch innere Dunkelheit zur geistigen Klarheit.

Charoit war auch repräsentativ für Kunst und Spiritualität: Die Hauptpreise des Internationalen Filmfestivals in Moskau wurden aus Charoit gefertigt – als Auszeichnung für Werke, die Geist und Herz bewegen.

✨  Spirituelle Wirkung

Charoit ist ein zutiefst seelischer Stein. Er fördert:

  • die Öffnung für bedingungslose Liebe und Akzeptanz
  • die Auflösung von Ängsten, Schuld und Selbstzweifeln
  • tiefe Hingabe an das, was ist – ohne Flucht oder Widerstand
  • geistige Klarheit, besonders in spirituellen Krisenzeiten
  • inneren Frieden durch Annahme der eigenen Lebensaufgabe

Charoit begleitet in Phasen der Umwandlung, insbesondere, wenn alte Muster zerfallen und eine neue, höhere Ordnung geboren werden will.

🪷  Chakra-Zuordnung

  • Stirnchakra (Ajna): Erkenntnis, Vision, Seelenblick
  • Kronenchakra (Sahasrara): Anbindung, Transformation
  • Sekundär: Herzchakra (Anahata) – bei seelischem Loslassen

Charoit wirkt wie ein violetter Wirbel – er reißt auf, was längst fallen wollte, und klärt, was nicht mehr zu dir gehört.

🪐  Planetarische Entsprechungen

🔮  Anwendung & Rituale

Charoit ist ein kraftvoller Ritual- und Übergangsstein. Er sollte bewusst und respektvoll eingesetzt werden – ideal zur Klärung, Ablösung, Neuausrichtung und tiefen Erkenntnisarbeit.

Ritual zur Schattenklärung:
Lege Charoit auf das Stirnchakra.
Sprich:
„Ich sehe, was ich verborgen habe.
Ich nehme an, was ich bin.
Ich werde – durch Wahrheit.“
Lass Bilder, Gedanken, Emotionen kommen – aber halte dich nicht fest.

Ritual zur seelischen Reinigung:
Lege Charoit auf dein Herz oder zwischen deine Hände.
Sprich:
„Ich löse, was nicht mehr lebt.
Ich bleibe, was ich bin.
Ich erneuere – in Licht.“

🌙 Mythische Botschaft & Vision

„Ich bin der Fluss, den du nicht kanntest.
Ich bin das Licht, das du nicht suchtest.
Ich bin der Weg – mitten durch dich.“

In inneren Bildern zeigt sich Charoit als wirbelnder violetter Strom, der durch einen dunklen Raum fließt – klar, tief, unaufhaltsam. Wer mit ihm arbeitet, wird durchlässig für sich selbst. Kein Halt – aber eine neue Tiefe.

🧼  Pflege & Hinweise

  • Reinigung: mit Klang, Räucherung oder reiner Absicht – nicht mit Wasser
  • Aufladung: durch sanftes Sonnenlicht oder Herzmeditation
  • Hinweis: Da Charoit eine geringe Radioaktivität aufweisen kann, sollte er nicht dauerhaft auf der Haut getragen werden – besser als Meditationsstein oder Amulett mit Abstand zur Haut

Trage Charoit auf dem Ringfinger der rechten Hand – so wurde es in alten russischen Schulen gelehrt.

📚  Zusatzwissen (aus Originalquelle & Traditionen)

  • Auf dem Boden des vedischen Erbes als „Stein der Mutation“ bezeichnet – für geistige Neuausrichtung
  • Diente bei Schamanen zur Auflösung karmischer Knoten
  • Wurde in Krankenhäusern verwendet zur emotionalen Entlastung schwerkranker Menschen
  • Symbolisierte das „Auge des Lichts im Herz der Finsternis“
  • Träger von Bewusstseins-„Neukodierung“ im Sinne höherer Ordnung

🌍  Geologische Bedeutung & Herkunft

Charoit ist ein seltenes Schichtsilikat mit markanter violetter Farbe, das ausschließlich in der Region um den Fluss Чара in Sibirien vorkommt. Er zeigt marmorierte, faserige oder wirbelartige Muster in Violett-, Lavendel- und Weißtönen.

Hauptfundort: Russland (Murun-Massiv, Jakutien)

🧬  Mineralogisches Profil

  • System: Monoklin
  • Härte: 5 – 6 (Mohs)
  • Dichte: ca. 2,5 – 2,6 g/cm³
  • Farbe: violett, lavendelfarben, violett-weiß marmoriert
  • Glanz: seidig bis glasartig
  • Transparenz: durchscheinend bis opak
  • Chemie: (K,Na)₂(Ca,Mg)₂Si₄O₁₀(OH,F)·H₂O – komplexes Silikat

⚠️ 𝐖𝐚𝐫𝐧𝐡𝐢𝐧𝐰𝐞𝐢𝐬: Charoit ist nicht toxisch. Häufige Verwechslung mit Sugilit (gleichmäßig violett, anderser Habitus), Amethyst (quarztypisch, kristallin), Lepidolith (glimmerig), Fluorit (weicher, Spaltbarkeit), violettem Jaspis/Quarzit sowie gefärbtem Marmor/Howlith/Magnesit. Typische Manipulationen: Polymer/Harz-Stabilisierung poröser Stücke, Färbung zur Intensivierung des Violetts, rekonstituierte Pressmassen/Komposite, Back-Coating; irreführende Handelsnamen mit „Jade“/„Marmor“. Prüfhinweise: unter der Lupe wirbelig-faserige Aggregate mit seidig-perligem Schimmer; lokale schwarze Aegirin-Nadeln und orange Tinaksit-Punkte sind häufig; RI meist ~1,54–1,56, SG ~2,5–2,7; Härte 5–6; Glasimitate zeigen Gasblasen/Fließlinien, gefärbter Marmor zeigt Kalzit-Spalt und reagiert mit verdünnter Säure.

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